Traditionelle chinesische Medizin (TCM)
Die TCM ist ein eigenständiges Medizinsystem, dass aufgrund einer philosophischen Sichtweise der Lebensvorgänge und genauer Beobachtung der Natur eigenständige Diagnosemöglichkeiten und Therapieverfahren entwickelt hat. Deshalb lassen sich mit der TCM soviele verschiedene Krankheitszustände erfolgreich behandeln.
Die chinesische Medizin hat ihre Anfänge schon lange vor unserer Zeitrechnung.
Das älteste Medizinwerk der Welt, das Nei Jing, ist auf den Gelben Kaiser Hung Di (ca. 2600 v. Chr.) zurückzuführen. Der Gelbe Kaiser rief alle berühmten Ärzte an seinen Hof um das ihr Wissen duch seinen "Gesundheitsminister" Qi Bo zu dokumentieren und in einem Werk zu vereinen.
Dieses Buch gilt heute noch als eines der wichtigsten Grundlagenwerke der traditionellen chinesischen Medizin. Selbstverständlich hat sich die TCM in den letzten paar tausend Jahren weiter entwickelt. Es sind viele neue Bücher hinzugekommen und viele alte Weisheiten wurden bis heute überprüft, bestätigt und tausendfach angewandt. Die Erfahrung der TCM in der Behandlung vieler Krankheiten ist deshalb unübertroffen. Unsere westliche Medizin hingegen entstand erst vor ca. 100 Jahren. Die meisten Medikamente sind nur wenige Jahre alt.
Moderne Forschung hat die Wirksamkeit der TCM-Therapien längst bestätigt. Heute werden die Erkenntnisse der modernen Forschung und die jahrtausendealten Weisheiten des Ostens in der TCM gemeinsam genutzt, um den kranken Menschen zu helfen.
In Deutschland hat die TCM durch ihre hervorragenden Erfolge seit der Einführug in den 80er-Jahren, eine weite Verbreitung erfahren. Vorher war bei uns lediglich die Akupunktur bekannt und dies meist nur als abgespeckte, symtomatische Variante. Auch heute gibt es noch viele Akupunkteure, die keine fundierte TCM-Ausbildung haben und deshalb nur einen Bruchteil der Möglichkeiten der TCM nutzen können. Die richtige Wahl des Therapeuten ist deshalb sehr wichtig, s. hierzu den Button "Qualität".
Ein guter TCM-Therapeut stellt zunächst eine Diagnose, um das oder die geeignete/n Behandlungsverfahren auszuwählen. Folgende Verfahren stehen dem TCM-Therapeuten zur Verfügung.
Therapieverfahren der TCM
Akupunktur: Die Stimulation von Akupunkturpunkten mit und ohne Nadeln. Dieses Behandlungverfahren wird besonders in der Schmerztherapie, zur Behandlung von Allergien und Erkrankungen der Atmungsorgane eingesetzt.
Chinesische Massage: Massagetechniken, Akupressur, Muskeldehnung, Entspannungstechniken, chiropraktische Eingriffe, Tui Na, Gua Sha.
Diese manuelle Form der Therapie unterstützt die Schmerzbehandlung und wird besonders bei Erkrankungen des Bewegungsapparates und zur Entspannung sowie in der Stressbehandlung eingesetzt.
Moxibustion/Moxa: Wärmebehandlung ist nicht nur bei Kältekrankheiten wirksam. Menstruationsbeschwerden, Ödeme und Schwellungen werden sehr effektiv beeinflusst.
Schröpfen: Mit einem Schröpfglas wird ein Unterdruck erzeugt, der therapeutisch genutzt wird. Als Schröpfmassage in der Schmerzbehandlung oder als blutiges und unblutiges Schröpfen bei verschiedenen Erkrankungen der Organsysteme, Hormonstörungen, Bluthochdruck, Erschöpfung, Burn-out u.v.a.m.
Ernährung: Heute sind viele Erkrankungen auf eine falsche Ernährung zurückzuführen. Übergewicht, Stoffwechselstörungen, Verdauungsbeschwerden, Rheuma, Gicht u.v.a.m. macht eine Ernährungsumstellung notwendig. Sehr erolgreich wird die TCM-Ernährungstherapie bei Kindern mit chronischen Erkrankungen der Atemwege (z. B. Bronchitis, Asthma, Allergien, Erkältungsneigung) eingesetzt.
Kräutermedizin/chinesische Pharmakologie: Die Kräutermedizin ist die Perle der TCM. Mit diesem Behandlungsverfahren können quasi alle Krankheiten behandelt werden. Ob als Begleitbehandlung bei z. B. Chemotherapie zur Linderung der Nebenwirkungen, Erkrankungen der inneren Organe, gynäkologische Beschwerden, zur Kräftigung nach schweren Krankheiten, bei Erschöpfung, Hautkrankheiten, funktionellen Störungen oder schwer einzuordnenden Symptomen, die Kräutermedizin ist vielfältig einsetzbar. Kinder, immungeschwächte Menschen oder Schwangere können die individuell zusammengestellten Rezepturen ohne Gefahr einnehmen.
Bewegungslehren: Qi-Gong, Tai-Chi und Kung-Fu (Wu-Shu).
Mangelnde Bewegung führt in der heutigen Zeit immer öfter zu Krankheiten, Übergewicht, Muskelverkürzungen und Fehlhaltungen. In China betreiben die meisten jungen Leute Kung-Fu (Wu-Shu) und die älteren Qi-Gong oder Tai-Chi. Diese chinesischen Bewegungslehren erhalten die Gesundheit und beugen Krankheiten vor. Sie verbessern die Beweglichkeit, halten die Muskeln geschmeidig, fördern die Durchblutung und stärken das Herz-Kreislauf-System.
TCM-Diagnostik: Um die oben aufgeführten Therapien anwenden zu können, muß der TCM-Therapeut zunächst eine Diagnose nach den Kriterin der TCM stellen. Hierzu wird ein längeres Anamnesegespräch nötig sein. Eine Zungen- und Pulsdiagnostik runden das Bild ab. In vielen Fällen wird zusätzlich eine körperliche Untersuchung nach den Kriterien der westlichen Medizin vorgenommen. Erst die Auswertung aller Informationen macht die richtige Diagnosestellung und damit die Wahl der richtigen Therapie möglich.
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